Als Kathrin Jones den Wasserhahn aufdrehte und das heiße Wasser über ihren Rücken lief, atmete sie erleichtert aus. Nach einem so anstrengenden Tag war es schön, wenn man sich einfach mal entspannen kann. Plötzlich hörte sie, wie die Tür aufging. Kathrin blickte auf und nahm eine dunkle Gestalt ins Visier. Der vermumte Körper kam auf sie zu geschritten. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte zu erkennen, wer da auf sie zukam. Die Gestalt streckte die Hand aus und erfasste den Griff. Langsam glitt die Duschentür beiseite. Dann ertönte ein Schrei. Es fielen Schüsse und zwei Stockwerke tiefer erwachte Phillip Andrews aus dem täglichen Büroschlaf.
Sofort zog er sich die Schuhe an und lief in die fünfte Etage. Die Wohnungstür war aufgebrochen. Phillip stieß die Tür auf und blickte in jedes Zimmer. Im Bad hatte er Glück. Jedoch schlug er die Tür wieder zu und verzog das Gesicht. Wieder öffnete er die Tür und musste sich fast übergeben. Überall lagen abgerissene Körperteile herum und das ganze Blut war an Scheibe und Fenster geschmiert. Das Wasser lief noch aus der Drüse und überschwemmte das halbe Badezimmer. Sofort zog er sein Handy aus der Tasche und wählte die Nummer seies Chefs.
“Ja! Mr. Burton! Können Sie auf der Stelle zum Trievolost- Platz kommen? Hier ist ein echtes Blutbad passiert. Ja? Gut. Bis dann.”
Fünfzehn Minuten später traf die Kavelarie ein und alle Körperteile wurden eingesammelt. Angewiedert sah Mr. Burton die Stücke an und
zog eine Miene. “Sie hatten Recht, Mr. Andrews. Wirklich ein `Blutbad´.”
Autorin: Johanna Marie Baltuttis, © 2009